Archiv der Kategorie: Mannschaftskämpfe

Wir üben noch …

Heute ging es nach Paderborn zum Mannschaftskampf in der Regionalliga beim Blauen Springer.

Dativ-Übung

Da gleichzeitig die U20 Jugendmannschaft spielen musste (und die erste Mannschaft überwiegend U20 Jugendspieler beheimatet), waren unsere Gegner nach weiteren Absagen stark geschwächt. Somit waren wir überraschend sogar in der Favoritenrolle.

Bastian

Da sie das erste Brett unbesetzt ließen, hatte Bastian einen freien Tag. Er konnte es sich im netten Analysebereich gemütlich machen.

Spiel“saal“

Und ich hatte mich schon so darauf gefreut, das Schachzentrum in Paderborn kennen zu lernen, aber dann wurde doch an alter Wirkungsstätte geschachert. Frühzeitig sah der Kampf schon recht vielversprechend aus…

Brett 8: Magnus

Magnus stand schon frühzeitig besser. Ein gegnerisches Zwischenschach stellte sich als keine gute Idee heraus, ganz im Gegenteil, es kostete eine Figur. Magnus ließ nichts mehr anbrennen und schloss mit einem hübschen Matt ab: 2-0.

Brett 7: Andy

Andy versuchte, die Eröffnung sehr offensiv anzugehen, aber sein Gegner hielt gut dagegen. Zwischendrin hatte Andy eine gute Chance, die ungenutzt blieb. Beim Übergang ims Endspiel sackte er einen Bauern ein, blockierte die gegnerischen bauern und sperrte damit den Läufer aus, so dass sein entfernter Freibauer das Rennen machen konnte: 3-0.

Brett 4: Tim

Tim kam ganz passabel aus der Eröffnung. Er gab einen Bauern, um die gegnerischen Bauernstruktur durcheinander zu bringen. Im Endspiel hatte er zwar einen Bauern weniger, aber aktivere Figuren. Somit kam er zu einem Remis: 3,5-0,5.

Ich selbst durfte/musste auch mal wieder ran. Ich spielte viel zu passiv, aber es hielt alles. Mein Gegner hatte einige Male die Chance, vielversprechender fortzufahren, doch am Ende kam es zu einer Stellung, in der keiner gut der Zugwiederholung ausweichen konnte: 4-1.

Brett 6: Leon

Wie ein schneller Blick in die Statistik zeigte, auch ein Anblick, den wir über 4 Jahre nicht hatten: Leon beim Mannschaftskampf. Er hatte aber nichts verlernt, wie er schnell zeigte. Frühzeitig übernahm er das Kommando und hatte bald große Vorteile. Zwischenzeitlich ließ er seinen Gegner aber wieder rankommen und hatte eine Stellung, in der nur ein Zug gewann – aber den fand Leon problemlos und tütete dann sowohl den Punkt als auch den Mannschaftssieg ein: 5-1.

Brett 2: Lukas

Lukas stand sehr passiv nach der Eröffnung. An einer Stelle setzte er ungenau fort, das genügte leider, um die Partie zu verlieren: 5-2.

Brett 3: Anna

Anna spielte auf jeden Fall die spannendste Partie des Tages. Nebenher lieferte sie sich mit mir ein besonderes „Wettrennen“. Sie hatte ihren Gegner gut überspielt und klare Vorteile, dann haperte es mit der Verwertung. Letzten Endes stand ein Remis, welches den Endstand von 5,5-2,5 bedeutete.

Insgesamt ein Sieg, der so sicherlich in Ordnung geht. Nun haben wir 4-0 Zähler, sind nächste Woche schon wieder dran, dann steht das Nachholspiel gegen Rietberg auf dem Plan.

Neustart der Mannschaft

Fieberthermometer

Dass es beim Schach auch mal hitzig werden kann, dürften wohl alle schon das eine oder andere Mal erlebt haben. Aber heute wurde schon vor Wettkampfstart Fieber gemessen – Auflage unseres Spiellokals, welches – Respekt! – das einzige Altenheim auf Bielefelder Stadtgebiet ist, dass noch keinen Coronafall verzeichnen musste. Und das darf gerne so bleiben!

neues technisches Gerät

Eine Kohenstoffdioxid-Ampel gehört wohl auch zu den Features, die vor Corona nur die wengisten kannten. Schon spannend, den Verlauf des Geräts über eine gewisse Zeit zu verfolgen, aber irgendwann ist dann doch Schach auch wieder spannender.

Deko auf dem Klavier

Schön, dass wenigstens die Deko bekannt erschien. Wenngleich übereifriges Beiseiteschieben des Klaviers für „Verstimmungen“ sorgte…

Verpflegung

Und noch was Neues: Nussecken beim Mannschaftskampf hatte es bisher auch noch nicht gegeben.

Nach über 1,5 Jahren endlich wieder Schach-Mannschaftskämpfe. Unsere erste Mannschaft trat mit einem stark veränderten Gesicht zum Saisonauftat in der Regionalliga B gegen Gütersloh II an.

Bei den Aufstellungen ergaben sich insgesamt leichte Vorteile auf Gütersloher Seite.

Brett 6: Andreas

Andreas nutzte die unambitionierte Spielweise seines Gegners mustergültig aus und legte nach der Eröffnung mit konsequentem Druckspiel, welches in einen Königsangriff mündete, los. Durch eine Fesselung konnte er die gegnerische Dame erobern und kurz darauf die Partie gewinnen. (1-0)

Brett 4: Anna

Anna kam ordentlich aus der Eröffnung, als der Gegner bereits im Opfer-Modus war. Aber das ging alles nicht wirklich, Anna brauchte nur an einer Stelle einen wortwörtlichen Zwischenzug zu finden, danach genau fortsetzen, dann hatte sie gewonnen. (2-0)

Brett 3: Lukas

Lukas stand mit Schwarz nach der Eröffnung etwas passiver. Er hielt aber den Laden zusammen und kam nach etwas zu optimistischer Fortsetzung seines Gegners leicht in Vorteil. Nachdem er eine chancenreiche Fortsetzung ausgelassen hatte, mündete die Partie in ein ausgeglichenes Endspiel, welches kurz danach remis gegeben wurde. (2,5-0,5)

Brett 7: Magnus

Magnus stand etwas passiver und verlor nach einem taktischen Trick einen Bauern. Er stand dann auf Verlust, als seine Gegnerin ihn erst wieder in die Partie ließ, dann einzügig patzte und die Partie somit kippte. (3,5-0,5)

Brett 2: Lennart

Lennart gab ausgangs der Eröffnung einen Bauern, bekam aber leider nie richtig Initiative und Spiel dafür. Mit zunehmender Dauer wirkte sich der materielle Nachteil immer größer aus, irgednwann war ein zweiter Bauer weg und schließlich auch die Partie. (3,5-1,5)

Brett 5: Tim

Tim kam ganz gut aus der Eröffnung und stand optisch nett. Dann musste er sich auf einmal passiv aufbauen, doch er konnte einen Bauern gewinnen. Er übersah eine taktische Abkürzung, spielte danach aber sauber bis ins Endspiel, gewann dort einen zweiten Bauern und auch den Punkt, der auch den Mannschaftssieg bedeutete. (4,5-1,5)

Brett 1: Bastian

Bastian verlor im frühen Mittelspiel zwei Bauern, hatte keine Kompensation dafür. Trotz großen Kampfgeists bis ins Endspiel war nichts mehr zu machen. (4,5-2,5)

Brett 8: Timo

Timo hatte nach der Eröffnung eine glänzende Stellung, leider konnte er den Vorteil nicht entscheidend vergrößern. Er gewann zwar im späten Mittelspiel einen Bauern, aber im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern war der nicht zu verwerten, so dass diese Partie mit einem Remis endete. (5-3)

Timo sorgte für eines der besten Motive seit langem beim Schach:

Power-Napam Brett. Preisfrage für Schiedsricher: Dürfen die Mannschaftskameraden eingeschlafene Mitspieler wecken?

Insgesamt ein glücklicher Sieg für uns, da eher die Gütersloher als wir Chancen liegenließen. Im Dezember steht das nächste Spiel gegen Rietberg an.

Saisonende

Auch zum letzten Saisonspiel, welches gestern gegen Werther angesetzt war, sind wir nicht angetreten.

Nach einer Saison NRW-Klasse steigen wir damit in die Regionalliga OWL ab.

Man darf gespannt sein, ob die Verbände das eingeschlagene Tempo des SB NRW mitgehen (können) – wann also der Spielbetrieb auf Verbandsebene wieder aufgenommen werden wird…

O tempora, o mores

Max flüchtet sich in die lateinische Vergangenheit, um vom Mannschaftskampf der ersten Mannschaft zu berichten:

Die erste Mannschaft verschlug es am Sonntag nach Dortmund mit dem Ziel 2 Mannschaftspunkte unbeschadet durch das Sturmwetter nach Hause zu bringen. In meinen 20+ Jahren ist dies der erste Mannschaftskampf gewesen, bei welchem ein Schiedsrichter die Räumung des Gebäudes als Szenario erörterte. Am Ende mussten dann doch alle Partien ausgespielt werden, zu besonderem Leid des Chronisten.
Das Westfalenkolleg als Spiellokal bot diversen Einblick in klassische Bildung. Besonders hervorzuheben sind die Highlights der Antike, auch aufgrund ihrer Korrespondenz zu den gegenwärtigen Ereignissen:
 Handwerk, Kunst und Wissenschaft demonstrierte Bastian an Brett 1 mit einer starken Druckstellung aus der Eröffnung. Nachdem der Gegner seine Rochadestellung selber schwächte, konnte Bastian die Partie schnell mit einem Einschlag auf g6 entscheiden. 1 – 0
 Mythen, Kulte und Legenden bot Brett 8 durch die Begegnung von Andreas mit Georg, dem vormaligen 2hoch6ler. In diesem Aufeinandertreffen war letzterem das bessere Ende beschieden, Andreas verlor in kniffliger Stellung zwei Bauern und konnte auch bei diversem Chaos auf dem Brett nie hinreichende Kompensation finden. 1 – 1
 Auf den Spuren verlorener Farben war die Partie von Christopher an Brett 7 leider vergebens. Bei besserer Position aber fehlender körperlicher Bestform wählte Christopher das Remis aus der Position der Stärke als der Kampf noch relativ gut für uns aussah. 1,5 – 1,5
Brot und Spiele bot Lennart an Brett 5 mit einem starken Opferangriff in die gegnerische Rochadestellung. Leider musste er sich kurz vor der Zeitkontrolle zwischen Dauerschach oder Fortsetzung des Angriffs entscheiden. Die Maschine findet einen technischen Gewinnweg, Lennarts Wahl am Brett fiel auf die sichere Variante. 2 – 2
 Die Macht der Städte demonstrierten an Brett 2 Nils und sein Gegner mit beiderseitigen sehr solidem Spiel. Schon früh wurde das Zentrum geöffnet und diverse Figuren von Brett genommen. Als Nils mit einem taktischen Trick einen Bauern gewann, war die Partie bereits im nicht mehr gewinnbaren Läuferendspiel.  2,5 – 2,5
(und hier fehlt leider das Photo von Dominik)
Die Römer in Niederösterreich waren nicht ansatzweise so viel auf Abwegen wie Dominiks König an Brett 4. Mit einem schönen Durchbruch am Damenflügel hatte er eine technische Gewinnstellung und musste nur noch den gegnerischen Schachs entkommen. Leider traf er genau mit dem 40. Zug eine falsche Entscheidung wonach es keinen Fluchtweg gegen das Dauerschach mehr gab. 3 – 3
 Den Römern als Meister des Straßenbaus stand Tim an Brett 6 in nichts nach. Aus der Eröffnung war er etwas passiver gekommen, dann aber marschierten seine Figuren direkt in die gegnerische Stellung bis er direkt ins gewonnene Endspiel abwickeln konnte. 4 – 3
 
Unterwasser-Archäologie betrieb ich an Brett 3 leider vergeblich. Nachdem ich meine Stellung in der Eröffnung selber versenkt hatte, versuchte ich noch etwa 50 Züge lang irgendetwas zählbares zu retten. Gerade als es im Endspiel doch noch eine Chance auf eine Festung gegeben hätte, wählte ich stattdessen den „aktiven“ Zug der sofort taktisch zerlegt wurde.
Bleibt aus der Filmreihe noch „Gegen soziale Ungerechtigkeit“ also logischerweise 4 – 4 und geteilte Punkte. Diese sind für beide Mannschaften zuwenig, am Ende waren aber wir diejenigen mit mehr liegen gelassenen Chancen.

Zweite Mannschaft verliert gegen Versmold 2

Moustafa berichtet:

Versmold 2 nimmt Revanche und gewinnt das Rückspiel. Wir spielten mit einem Spieler weniger, weil er sponntan absagen musste.

Mathias

Mathias hatte am Brett 3 gegen einen leicht stärkeren Gegner gespielt, der ihm Remis geboten hat, obwohl er etwas besser stand.

Till

Till kam zu seinem ersten Einsatz in der Mannschaft und dabei musste er an Brett 5 aufrücken. Nachdem sein Gegner eine Falle gestellt hat , hat Till den vergifteten Bauern geschlagen und ist in die Falle getappt, damit hat er die Dame verloren. Es stand 0,5-2,5.

Magnus

Am Brett 2 spielte Magnus, er überspielte seinen Gegner, nach einer sehr guten Eröffnung. Zum Schluss hat er gewonnen.

Ich

Ich  habe  am Brett 4 die Eröffnung passiv gespielt. Ein chancenreiches Opfer habe ich nicht gesehen, ein paar Züge später konnte ich nicht richtig verteidigen und ich habe die Partie verloren.

Timo

Am Brett 1 wurde die längste Partie der Saison gespielt,  mehr als 5 Stunden. Nach einer Partie, die hin und her wogte, konnte Timo einen Läufer gewinnen und den Vorteil in einem Sieg verwandeln.

Versmold 2 hat 3,5- 2,5 gewonnen.

 

Die zweite Mannschaft bleibt Tabellenführer

Moustafa berichtet vom Spiel unserer zweiten Mannschaft gegen Versmold 3:

Platz ohne Ende

Unsere beiden Mannschaft haben in diesem riesigen Raum gespielt, wo noch 10 weitere Mannschaften reinpassen.

Gideon

An dem Brett 6 spielte Gideon gegen einen deutlich stärkeren Gegner, der ca. 400 DWZ mehr  hat. Nachdem die beiden die Eröffnung gut gespielt haben, hat sein Gegner seine Dame eingestellt und so hat er nach dem 16. Zug aufgegeben.

Timo

An dem ersten Brett spielte Timo, sein Gegner hat seine Figuren eingestellt und hat nach dem 17. Zug auch aufgegeben.

Tom

Tom hat an Brett 4 gespielt. Er hat eine gute Eröffnug gespielt, aber doch später hat er seine Dame mit einem Abzugsangriff verloren. So stand es 2-1 für uns.

Magnus

Magnus spielte an Brett  2. Er hat eine Falle gestellt und damit gewann er mindestens eine Qualität, daher hat sein Gegener nach dem 14. Zug aufgegeben.

ich

Ich habe an  Brett 5 nach der Eröffnug einen Fehler gemacht und einen Läufer verloren. Zum Schluss habe ich die Partie verloren.

Matthias

Matthias hat an Brett 3 gespielt. Im Endspiel hat Matthias einen entfernten freien Bauer bilden können und so brachte er den Mannschaftsieg unter Dach und Fach: 4-2

Tag der verpassten Chancen

Max berichtet:
Am Sonntag empfing unsere erste Mannschaft Schach Nienberge im alten Spiellokal in Schildesche in welchem beim letzten Auftritt der Aufstieg in die Regionalliga klar gemacht wurde – genau die Liga in der wir uns aus der anderen Richtung anzunähern drohen.
Bedingt wurde der Wechsel des Lokals durch den Parallelkampf der Zweiten, entsprechend üppig auch unser Versorgungsangebot:

Buffett oder …

 Bei den Selbstversorgern sah es etwas anders aus. Dominik als alter Langstreckenläufer ist Flüssignahrung gewöhnt und wird sich über diesen Aufbau an seinem Brett nicht gewundert haben…

Selbstversorger (I)

…während ich selbst mich an Vitamindoping versuche und so spiele als hätte mir jemand da rohes Fleisch reingeschummelt.

Selbstversorger (II)

An den Brettern selbst traten beide Mannschaften traten leicht ersatzgeschwächt an, Nienberge brachte aber insgesamt einen spürbaren DWZ-Vorteil mit.
Zweimal wurde der Punkt schon überraschend früh geteilt:

Brett 8: Andreas

Andreas kam stark aus der Eröffnung und baute sich eine vielversprechende Angriffsposition am Königsflügel auf. Gerade als die Stellung konkret zu werden drohte, erhielt Andreas ein taktisches Remisangebot welches er (mit vielleicht etwas zu viel Respekt vor dem gegnerischen Rating) annahm.

Brett 4: Dominik

Dominik fand ausgangs der Eröffnung keinen guten Plan und stand bald eher passiv. Konkrete Schwächen waren in Dominik Stellung aber nicht leicht zu sehen und sein Gegner verpasste es aus den optischen Vorteilen etwas Zählbares herauszuholen, bevor er nach etwas Lavieren das Remis durch Zugwiederholung anbot.
Die nächsten beiden Nienberger waren leider weniger friedfertig gesinnt…

Brett 1: Bastian

Bastian hatte an Brett 1 einen Gegner mit 2400 DWZ und leider zeichnete sich auch sehr früh ein Spiel auf ein Tor ab. Anfangs stand Bastian nur etwas gedrängt, als er dann aber mit dem thematischen Hebel zur Befreiungvetwas zu lange wartete brach die Stellung  am Damenflügel durch einige forcierte Züge ohne weitere Gegenchance zusammen.

Brett 5: Lukas

Lukas  musste ebenfalls mit  Raumnachteil umgehen, konnte aber genug Leichtfiguren abtauschen und eine Weile lang keine Drohungen zuzulassen. Beim Versuch seine Stellung zu befreien griff Lukas dann aber daneben und nach einer gegnerischen Durchbruchtaktik konnte er gegen die entstandenen Freibauern nichts mehr ausrichten.

Brett 6: Christopher

Bei 1-3 kam der Punkt von Christopher genau zur richtigen Zeit. Ausgangs der (beiderseitigen unorthodoxen) Eröffnung gewann er einen Bauern, ließ die gegnerischen Figuren unangenehm aktiv werden. Gerade als die Stellung kritisch zu werden drohte, griff der Gegner daneben und Christoph konnte mit einem hübschen Damenfang entscheidendes Material gewinnen.
Beim Stand von 2-3 musste noch irgendwo ein Sieg her. Die restlichen Partien endeten entlang unserer Chancen aufsteigend.

Brett 3: Max

Ich stand eigentlich gut, stürzte mich dann aber in völlig unnötige taktische Abwicklungen, deren Bewertung zwischen „Strategisch Verloren“ und „Dynamischer Ausgleich“ schwankten. Genau mit dem 40. Zug verpasste ich die Chance in ein Remisendspiel abzuwickeln und hatte pures Glück dass mein Gegner ein paar Züge später ohne Zeitnot genau jenes Remisendspiel versehentlich selber forcierte.

Brett 8: Dirk

Dirk behielt eine ganze Weile lang alle 32 Steine auf dem Brett und lavierte sich nach und nach in eine komplett überlegene Stellung. Als es dann aber um die Verwertung des Vorteils ging, wählte Dirk eine Abwicklung, die einfach eine Leichtfigur kostete. Immerhin blieb die Stellung dank beiderseitiger vorgerückter Freibauern noch sehr unklar. Irgendwann opferte Dirks Gegner die Figur zurück, dies führte aber nicht zur forcierten Umwandlung sondern zum forcierten Remisendspiel.

Brett 2: Nils

Unverdienterweise hatten wir doch noch Chancen auf einen Mannschaftspunkt, sollte Nils an Brett 2 gewinnen. Tatsächlich spielte er auch über weite Strecken eine Glanzpartie und erarbeitete sich deutliche Stellungsvorteile an beiden Flügeln. Leider scheiterte auch hier die überlegene Partei an der Verwertung des Positionsvorteils. Mit einem Durchbruch am Damenflügel hatte Nils eigentlich schon einen gesunden Mehrbauern auf der 6. Reihe gewonnen, verlor diesen aber unnötigerweise an eine Springergabel. Mit dem restlichen Material gab es dann keine weiteren Gewinnchancen mehr.
Insgesamt ein Kampf der vergebenen Chancen. Tendenziell konnte man erkennen warum beide Mannschaften in der unteren Tabellenhälfte stehen. Mit der Niederlage verlieren wir nun weiter Boden auf die Konkurrenz und müssen die letzten Spiele durchpunkten um überhaupt noch eine Chance zu haben.

Schwarzer Tag in Münster

Max berichtet vom gestrigen Mannschaftskampf der NRW-Klasse,

Deko Teil 1

Die erste Mannschaft trat am Sonntag zum Auswärtskampf beim SK Münster 2 an, mit dem Ziel nach dem schwachen Saisonstart endlich mal wieder ein paar Punkte auf dem Konto zu verbuchen. Das Spiellokal erlaubte uns nicht nur ein Wiedersehen mit dem SK Soest (zu Gast bei Münster 3 in der Parallelgruppe) sondern auch den Vergleich unseres Heimlokals mit einem Münsteraner Seniorenzentrum (unseres ist schöner).

Deko Teil 2

Münster trat ersatzgeschwächt an, hatte aber trotzdem insgesamt DWZ-Vorteile, gerade an den „äußeren“ Brettern.

Tim

Brett 1: Tim war kurzfristig als Ersatzmann angetreten und hatte das größte DWZ-„Minus“ aufzuholen. Trotzdem sah es bei ihm dank guter Vorbereitung eine Weile lang auch auf dem Brett aus, dann aber verließ sein Gegner die Hauptvariante und Tim fand nicht die richtige Antwort auf den gegnerischen Angriffsplan. Nach zwei Einschlägen in seiner Rochadestellung stand es bald 0 – 1

Nils

Brett 3: Nils war nicht in körperlicher Topverfassung angetreten. Dies schien sich auch auf seine Figuren übertragen zu haben, jedenfalls standen diese die ganze Partie über ein wenig passiver. Nils wehrte die gegnerischen Drohungen ohne größere Probleme ab, mehr war aber nicht drin. 0,5 – 1,5

Andreas

Brett 8: Andreas stellte sich in der Eröffnung solide aber passiv auf. Sein Gegner fand keinen Weg, seinen Raumvorteil zu nutzen; nach und nach kam Andreas besser in die Partie. Irgendwann hatte er vollen Ausgleich und eine bequeme Stellung, da war die Partie aber schon im totremisen Turmendspiel. 1 – 2

Christopher

Brett 7:  Christopher lehnte das theoretische Bauernopfer ab und suchte sein Glück in einer Nebenvariante. Dort geriet er bald in eine wacklige Stellung, konnte dieses aber in ein ausgeglichenes Endspiel mit wechselseitigen Bauernmehrheiten abwickeln. Dieses spielte Christopher dann aber viel zu passiv weiter bis auf einmal keine seiner Figuren den gegnerischen Randbauern aufhalten konnte. 1 – 3

Dominik

Brett 5: Dominik hatte sich gut vorbereitet und fand sich ausgangs der Eröffnung deutlich besser mit der Stellung zurecht als sein Gegner. Dominiks Königsangriff war den entscheidenden Zug schneller, er sah aber leider nicht dass seinem Gegner die Schachs ausgehen werden. Als sich herausstellte dass wir dringend noch Siege brauchen hatte Dominik leider schon die Reißleine gezogen und ins totremise Endspiel abgewickelt. 1,5 – 3,5

Bastian

Brett 2: Bastian geriet früh unter Druck und musste einen zentralen Freibauern zulassen. Dann aber konnte er eine gegnerische Ungenauigkeit ausnutzen und mit dynamischem Spiel seine Stellung befreien. Bei gegenseitigen Freibauern auf d2 und d7 verpasste Bastian einen forcierten Gewinn, nach diesem Übersehen konnte sein Gegner in ein gewonnenes Endspiel abwickeln. 1,5 – 4,5

Lukas

Brett 6: Lukas hatte schnell ausgeglichen und ließ überhaupt keinen Druck auf seine Stellung aufkommen bis die Stellung in ein ausgeglichenes Turmendspiel mit wechselseitigen Freibauern plätscherte. Dieses spielte sein Gegner dann aber völlig planlos und sehr bald waren Lukas‘ Freibauern die schnelleren. 2,5 – 4,5

Max

Brett 4: Ich hatte die größten DWZ-Vorteile und versuchte mich an einem Bauernraub, der mich sehr schnell in eine passive Stellung brachte. Nach wechselseitigen unnötigen Opfern von zwei Figuren gegen Turm mündete die Partie schließlich in einem ausgeglichenen Turmendspiel welches mein Gegner dann aber komplett misshandelte und mir einen (sehr unsauberen) Sieg ermöglichte. 3,5 – 4,5

Insgesamt ein deutlicher Sieg für die schwarzen Steine (5,5 – 2,5), leider aber kein Erfolg für uns. Trotz des knappen Ergebnisses ist die Niederlage insgesamt verdient, insgesamt hatten wir nur in wenigen Partien überhaupt einmal Vorteile auf dem Brett. Mit dieser Form wird es mit weiteren Punkten in dieser Saison eher schwierig.