Archiv der Kategorie: Turniere

Schnellschachturnier in Herford: Punktlandungen

Mit 126 Teilnehmern konnte das Schnellschachturnier in Herford heute einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen. Mit dabei: 2 unserer Spieler.

Gabriel war an 62 gesetzt, holte nach zwischenzeitlich mehr versprechenden 3/5 insgesamt 4,5/9 und wurde 64. Da Schnellschach nicht unbedingt seine absolute Lieblingsdisziplin ist, kann das Ergebnis also durchaus als gut betrachtet werden.

Lennart startete mit einer lustigen Partie: Er konnte die gegnerische Dame mit einer Art ersticktem Matt fangen. Er pendelte stets um die 50% Marke und schloss das Turnier bei 5 Punkten auf Rang 48 ab (was exakt seinem Setzlistenplatz entspricht!).

 

NRW Cup 2017: Außer Spesen nichts gewesen

Der in den letzten Jahren zur lieben Gewohnheit gewordene NRW-Cup stand heute wieder in Oer-Erkenschwick auf dem Programm. Mit dabei auch 5 unserer Spieler, so dass man schon fast von einem Betriebsausflug sprechen könnte.

Der Modus mit den in 200-er Schritten abgestuften Gruppen sollte es eigentlich jedem Teilnehmer ermöglichen, zumindest eine gewisse Zeit auf einen der 5 Geldpreise pro Gruppe zu spieken, aber bei unseren Recken lief heute nicht viel zusammen…

Thorsten startete mit 2/2 in Gruppe D (35 Teilnehmer, Thorsten war auf Position 25 gesetzt) grandios, doch dann folgte eine lange Rochade, die sämtliche Prisgeldphantasien vernichtete. Thorsten schloss das Turnier mit 50% im Mittelfeld ab. Positiv: Nach 2 Runden hatte er mehr Punkte als die anderen 4 zusammen!

Alle anderen zweihochsechsler traten in Gruppe C (1800-2000) an, die mit 40 Teilnehmern die größez war:

Trotz der Bedenkzeit mit 10 Sekunden Aufschlag pro Zug verkehrte Gabriel (Setzliste Nr. 30) immer wieder in Zeitnot. Immerhin konnte er den amtierenden Landesmeister U16 besiegen, aber in den anderen Partien kam kein weiterer Punkt dazu.

Lennart begann das Turnier mit einer großen Rochade, so dass da die Luft schon raus war. Bis zum Ende kratzte Lennart noch 3 Punte zusammen, was ihm Rang 31 (Setzliste 24) einbrachte.

Dominik hatte heute die Friedenspillen eingeworfen. Insgesamt 4 Remisen hätten in Kranenburg wohl locker die Quali für die Zitrone bedeutet. Summa sumarum kam auch er auf 3 Zähler und wurde somit 28. (Setzliste 21).

Mit Abstand am besten schnitt heute Tim ab, der keine großen Hänger hatte und mit einem kleinen Schlussprt in den letzten beiden Partien noch gerade in die Top Ten vorschoss, dabei verzeichnete er 4,5 Zähler. Auch übetraf er als Einziger seine Setzlistenposition (36).

Fazit: Da alle in er 2. Hälfte gesetzt waren, hingen heute die Trauben ohnehin schon recht hoch, trotzdem hätte man sich zumindest gewünscht, dass da der eine oder andere am Preisgeld geschnuppert hätte…

 

 

 

 

 

 

Türmchen Turnier: Starke Leistungen unserer Jüngsten!

 

Im Rahmen des Turm-Opens in Lippstadt gab es gestern eine Premiere: Erstmalig fand das Türmchen-Turnier statt, ein Jugendschnellschachturnier mit DWZ- und Altersobergrenze.

Im dem Feld der 28 Teilnehmer waren auch unsere drei Jüngsten vertreten, die auf dem Photo auch dabei sind: Am vordersten Brett  spielen Gideon-Noah (letzte Runde), neben Noah spielt Tom. Alle unsere Vertreter agierten am Brett oftmals noch zu hektisch, bei überlegterer Spielweise wäre da bei dem einen oder anderen noch mehr drin gewesen.

Noah (hier rechts, links daneben Tom schon in Siegerpose…) startete mit einer Niederlage ins Turnier, kämpfte sich aber gut zurück und hatte in der letzten Runde nur einen halben Punkt Rückstand auf Gideon (und Tom), doch in der direkten Partie musste er nach hartem Kampf schließlich die Segel streichen – genau 50% der Punte brachtem ihm Rang 15 ein.

Tom (hier rechts, links daneben Gideon) kam mit 2,5/3 gut ins Turnier (beachtlich: ein Remis gegen einen deutlich stärker eingeschätzten Gegner!), doch nach der Mittagspause verlor er gleich. Mit 2,5 aus den letzten drei Runden schob er sich noch auf den tollen 6. Rang vor, nur die (schlechtere) Wertung verhinderte hier einen Pokalgewinn. Wenn er nun noch die überflüssigen Flüchtigkeitsfehler in der Eröffnung abstellen könnte…

Gideon (hier rechts, in der Mittagspause ging es wohl immer noch um Schach, oder übte er hier schon fpr die letzte Runde gegen Noah?) spielte ein sehr starkes Turnier, er verlor nur 2 Partien, in denen die Gegner aber auch einfach (noch?) stäker waren als er.  Wobei auch hier die Eröffnung mit überlegterem Spiel zu noch besseren resultaten hätte führen können.  Trotzdem sind die 5/7 und Platz 5 eine tolle Leistung. Er hatte zwar eine bessere Wertung als Tom, doch auch bei ihm reichte es leider nicht für einen Pokal.

Da vor Gideon und Tom nur stärkere und ältere Spieler landeten, darf man in Zukunft noch Einiges erwarten…

Vielen Dank an Jonas Kuckling, der mit tatkräftiger Unterstützung seiner Familie das Turnier auf die Beine stellte.

Und vielen Dank an Gabriel, der gestern als Betreuer im Einsatz war und mir auch einige Infos zukommen ließ. Witerhin Dank an die Eltern für das Machen und Zur-Verfügung-Stellen der Photos!

 

OWL Blitzeinzelmeisterschaften der Jugendlichen

Aus meiner Lieblingsserie der unsinnigsten Schilder aller Zeiten hier ein weiterer Teil:

In Gütersloh scheint es sie zu geben: Die sich selbst parkenden und abschließenden Fahrräder – Sonst darf ja anscheinend keiner in den Schuppen rein.

13 Teilnehmer, 9 Pokale – das Verhältnis kann sich sehen lassen. Aber wenn mehr aufgeschlagen wären, wäre das Verhältnis ja auch nicht so gut gewesen.

Sinnvollerweise wurde entschieden, die drei Altersklassen U20, U16 und U14 zusammen auszutragen.

Tim war unser einziger Vertreter (der 2. geplante hatte Probleme mit Bahnfahren und dem zugehörigen Ticket). Kurioserweise war er der einzige U16er. Neben einer Niederlage (gegen Mr. 100% Cedric Kollenberg) gab er nur noch ein Remis ab. Damit wurde Tim in der Gesamtwertung 2. und in der U16 1. Böse Zungen könnten behaupten, dass ihm das Öffnen der Toilettentür heute mehr Probleme bereitete als die meisten Gegner…

 

 

 

TWW Saisonabschluss mit Bezirksblitzen

Erstmalig wurde heute in Halle ein Bezirkssaisonabschlussevent gegeben, „en passant“ wurden auch noch die Bezirksblitzeinzelmeisterschaften ausgetragen (deren sportlicher Wert fragwürdig ist, alldieweil auf höherer Ebene offen gespielt wird).

Moustafa war einer der (nur) drei Jugendlichen, nach dem doppelrundigen Turnier lag er punktgleich auf Platz 2, in der Stickampfpartie stand er glatt auf Gewinn, aber die Zeit… So wurde Moustafa 3.

Tim riskierte den Sprung ins Erwachsenenfeld, das mit 11 Teilnehmern nicht ganz schlecht besetzt war. Tim holte 6 Zähler und wurde schließlich 5.

 

 

NRW JEM 2017: Im Zeichen der Zitrone

Nur Insider können diese Anspielung verstehen, alle anderen müssen sich bis zum Ende des Artikels gedulden.

Traditionell fanden die NRW JEM in der Woche nach Ostern statt und traditionell in Nütterden. Bitte wo? Alle mal schnell Google Maps anwerfen.

Die von uns okkupierte Ferienwohnung lag noch weiter jwd (soweit das möglich ist), nämlich in Mehr! Kuriosum am Rande: Die nächste Ortschaft hieß dann konsequenterweise auch noch Niel.

Die Ferienwohnung war absolut klasse, da hätten auch locker noch deutlich mehr (!) Leute Unterschlupf bekommen können. Das einzig Deprimierende ist, dass es dort wirklich fast gar nichts gibt.

Immerhin hat es in einer Nacht noch ordentlich gefroren, jedenfalls sah mein Auto am nächsten Morgen so aus. Da die Sonneneinstrahlung zum Glück frühzeitig Tempo machte, blieb uns Kratzen erspart.

Nachdem Tim im letzten Jahr kurzfristig nachrücken durfte, hatte er sich dieses Mal „ordnungsgemäß“ qualifiziert und war in dem 18-er Feld an 12 gesetzt. Leider durfte man im Turniersaal keine Photos machen (zumindest nicht während der Runde), deswegen nur dieses gestellte Werk. Über andere Unzulänglichkieten schweige ich mich hier aus, sonst  wird der Artikel zu lang.

Tim ließ sich jedenfalls nicht von der (teils deutlich) stärkeren Gegnerschaft beeindrucken und spielte konsequent seinen Stiefel runter. An der einen oder anderen Stelle hätte er mehr Glück/Pech haben können, aber insgesamt ist sein Abschneiden ein faires Ergebnis. Mit 3,5/7 knackte er genau die 50% Marke und wurde 9. Aufgrund seiner (gerade) 1900-er-Leistung wird sich seine DWZ weiter deutich nach oben entwickeln.

Und nun die Auflösung des Titels: Seit Jahren (Jahrzehnten?) müssen bei der Siegerehrung die Teilnehmer mit den meisten Remisen in eine Zitrone beißen. Nach etwa 4 Runden hatte ich Tim schon davor gewarnt, doch wer hört schon auf mich. Mit 5 Remisen musste er dieses „Titel“ mit nur einem weiteren der knapp 200 Teilnehmer teilen. Leider flitzte er bei der Siegerehrung nach dem Biss in die Zitrone so schnell zur Toilette, dass ich kein Photo mehr machen konnte…

Grenke Chess Open in Karlsruhe – Teil 4 : (Thorsten und) die Stars

Wie konnte es zu diesem Photo kommen? Eine längere Geschichte…

Nachdem das Open schon zwei Tage lief, kamen dann ab Ostersamstag die Cracks der Classic dazu, deren Partien selbstredend auf der Bühne ausgetragen wurden.

Diese Partien standen aufgrund der Kameras unter Dauerbeobachtung, natürlich wurde alles gestreamt, gebeamt, kommentiert und sonst noch was.

Die Fans kamen extrem nah an ihre Idole heran. Immer, wenn eine Partie beendet war und in den „geheimen“ Räumlichkeiten die Presseleute auf ihre Kosten gekommen waren, mussten die Topspieler auch noch ein Bad in der Menge nehmen und sich dem allgemeinen Volk zur Verfügung stellen.

Wir hatten den hotelbedingten Vorteil, da die ganzen Stars auch dort untegebracht waren. Ab Donnerstag Abend erzählte mir Thorsten, wen er alles in der Sauna, im Aufzug oder im Foyer getroffen habe. Dominik hingegen interessierte das alles gar nicht sonderlich, da er viele der „Größen“ auch gar nicht erkannte. Thorsten machte aber frühzeitig klar, dass er alles daransetzen wollte, mindestens Photos mit Magnus oder Yifan in seine Hände zu bekommen…

Am Sonntag Abend nun kam ich nach der Runde (und den Nachwehen, also Aufhängen der Paarungen und Tabellen für den nächsten Tag) aus den „geheimen“ Räumlichkeiten (in denen auch die Turnierleitung untergebracht war). Vor der Tür warteten etwa 30 Menschen, die stark enttäuscht waren, mich zu Gesicht zu bekommen. Kurze Zeit später waren sie jedenfalls happy, als Magnus ihnen für Photos, Unterschrften etc zur Verfügung stand. Da ich irgendwie doch noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen hatte, ergab es sich, dass ich genau gleichzeitig mit Magnus im Hotel ankam und dann auch im Fahrstuhl fuhr.

Ich konnte natürlich nicht anders als Thorsten auf dem Zimmer dann brühwarm davon zu erzählen, der nach der bescheidenen Ausbeute am Schachbrett an diesem Tag (2 unnötige Niederlagen) ohnehin schon etwas geknickt war.  Zur Rettung des Tages und weil die Zeit ja auch irgendwie ablief (vorletzter Tag, Checkout am nächsten Morgen) wollte er nun noch dringender „seine“ Photos.

Zunächst aber ging es zum Essen. Mit zwei gehtechnisch stark gehandicapten Begleitern blieb Thorsten nichts anderes übrig, als die Pizzeria direkt neben dem Hotel aufzusuchen. Direkt beim Reingehen sahen wir – Levon Aronian.

Stratgisch günstig wurde ein Tisch in der Nähe auserkoren, Thorsten wartete geschickt ab, bis Levon mal die Toilette aufsuchte und passte ihn bei der Rückkehr ab – Ergebnis siehe oben.

Nach dem Essen ging es zurück ins Hotel, wir liefen genau an der Fensterfront (Restaurant) entlang und wer saß dort? Magnus. Sofort überlegte Thorsten, dass er ja nun nur einfach im Foyer warten müsse, um „sein“ Bild zu bekommen. Dominik und ich waren so fertig, dass wir auf keinen Fall noch warten wollten, sondern uns direkt in die Waagerechte begeben wollten. Während Thorsten noch versuchte, uns zu überreden („Sind doch maximal 20 Minuten!“), sagte ich nur zu ihm: „Schau mal, wer da gerade hinter dir durch dir Drehtür ins Hotel kommt!“

Hou Yifan, Photo Nummer 2 erledigt. Während Thorsten nun das Glück an diesem Tag ausreizte und noch im Foyer abwartete, begab sich der Rest unserer Fraktion wie angedroht aufs Zimmer.

Etwa 15 Minuten später kam Thorsten mit seinem dritten Skalp des Tages:

Dieses Photo musste dann allerdings Magnus´ Papa machen. Warum nur schaut Magnus nicht so ganz beglückt wie die anderen? Thorsten war es egal, er hatte seine (Photo-)Ziele des Tages jedenfalls mehr als erreicht! (Leider hat mir auch Thorsten nicht das 2. Photo zur Verfügung gestellt, auf dem Magnus wegen akuter Unlust einfach die Biege gemacht hatte und das genau so aussieht wie das obige – eben nur, dass Magnus fehlt, man also einen besseren Bick auf die Hotelbar hat.)

 

 

 

 

 

 

Grenke Chess Open in Karlsruhe – Teil 3: unsere Spieler

Thorsten war im B-Open an 264 gesetzt (bei insgesamt 384 Startern). Nachdem Thorsten in Runde 1 etwas zu aggressiv angefangen (und verloren) hatte, sorgte er in Runde 2 für seinen ersten vollen Punkt: nach pasiver Eröffnung gab er die Qualle für einen Königsangriff und setzte sich damit schließlich durch. Danach ließ er ein Remis (nach ausgeglichener Eröffnung) folgen. Leider konnte Thorsten den Angriff in Runde 4 nicht erfolgreich abschließen, gewann dafür aber in Runde 5 mit aggressivem Spiel aus der Eröffnung heraus.

Thorsten lag nach 5 Runden also bei 2,5 Zählern und das sah ziemlich gut aus, doch der vorletzte Tag brachte 2 Niederlagen aus Stellungen, in denen Thorsten gute Chancen gehabt hatte. In der vorletzten Runde hatte er anscheinend schon etwas in den Knochen (die Lasagne vom Vorabend?), jedenfalls stellte er die bessere Stelung ein – aufgrund akuten Unwohlseins konnte er in der letzten Runde nicht mehr antreten.

Insgesamt kam Thorsten somit auf 2,5/8 gegen fast immer stärkere Gegnerschaft – am Ende schlug Rang 342 zu Buche, der ihm ein kleines DWZ-Minus bescherte.

Dominik belegte die (unglaubliche) Nummer 609 der Startrangliste – bei insgesamt 688 Spielern im A-Open. Es ging los mit einer großen Rochade (also drei Niederlagen), doch in so einem riesigen Teilnehmerfeld gibt es auch danach noch deutlich stärkere Gegner. In Runde 4 kam er zu einem taktischen Sieg, nachdem er die ganze Partie über hinten drin gestanden hatte, in Runde 5 folgte ein kurzes Remis (Dominik musste sich ja für den nächsten Lauf in Form halten und noch 2 Trainingseinheiten einlegen…).

In Runde 6 schnappte sich Dominik zwei Bauern, wickelte ins Endspiel ab und ließ dort nichts mehr anbrennen. In Runde 7 ging es dann gegen die Tochter des Bundestrainers; die Dominik mit einer Zugumstellung durcheinander brachte. Es folgte ein Qualitäts- und Partiegewinn in Runde 8, bevor in der letzten Runde seine 3 Bauern sich doch als zu schwach gegenüber der gegnerischen Figur erwiesen.

Machte summa summarum 3,5 Punkte und Platz 537 (wobei die Spieler auf den Rängen 481 bis 562 punktgleich waren!). Dominiks DWZ konnte um fast 30 Punkte zulegen, er hatte nur (deutlich) stärkere Gegner!

Zum Abschluss noch ein Bild der Tagesration von einem unserer Spieler – wobei nicht verraten wird, von wem. Als Entschuldigung wurde angegeben, dass an den wenigen Tagen, an denen die Läden geöffnet waren, es wohl zu einer dramatischen Fehleinschätzung der eigenen Aufnahmekapazitäten gekommen war…

 

 

 

 

Grenke Chess Open in Karlsruhe – Teil 2: das Turnier

Dies war der Ort des Geschehens: die Schwarzwaldhalle. An einem der Tage konnten wir morgens gar nicht rein, da die Ordner „strikte“ Anweisung hatten, vor einer bestimmten Uhrzeit niemanden reinzulassen. Zum Glück legte sich das an den folgenden Tagen so dass immer genug Zeit zum Uhrenstellen blieb.

Hier der Hauptsaal, in dem sich die komplette A-Gruppe (TWZ > 1800) sowie die ersten 20 Bretter aus dem B-Open (TWZ < 2000) und die ersten 10 Bretter aus dem C-Open (TWZ < 1400) gespielt wurden.

Und hier dann noch die kleinere Gartenhalle, in der alle anderen Bretter von B & C Gruppe untergebracht waren.

Die Spielbedingungen waren sehr gut. Jedes Brett mit einem großen Tisch – Hut ab!

Bei so vielen Teilnehmern (A: 688; B: 384, C: 131) kann man leicht den Überblick verlieren. Alleine das „Abscannen“ der Teilnehmer- oder Paarungslisten konnte ewig dauern, um (endlich) den Gesuchten zu finden. Da wünscht man sich wirklich die „Strg & F“-Funktion für die eigenen Augen.

Lustig war, dass sich auch zahlreiche Teilnehmer immer wieder selbst nicht fanden. Aber bei 12 Seiten Tabelle und 6 Seiten Paarungen (A-Open) kann das ja durchaus mal passieren.

So suchte sich ein Spieler vergebens und wandte sich an mich. Auf Nachfrage nannte er mir seine Punktzahl (2) und seinen Namen. Ich konnte ihn auch nicht entdecken, sofort klappert man dann ja die üblichen Verdächtigen ab, festes Brett, gestern pausiert (und deswegen nicht gepaart), … Der gute Mensch meinte nur: „Nein, sehen Sie (zeigt auf Ergebnisse von gestern): Da stehe ich doch, ich habe gewonnen!“ Somit war das aufgeklärt, denn nach seinem Sieg hatte er nun 3 Punkte. Mathe ist schon schwer…

In den vergangenen Jahren war ich immer gerne in Deizisau gewesen, einfach weil man dort erfrischen (?!) andere Typen als in OWL trifft. Wenn der obige Spieler nicht in diese Kategorie passt, wer dann?

G4 sorgte für extrem viele Irritationen. Nicht das Feld, so populär ist Grobs Angriff dann wohl doch nicht. Ich spiele hiermit auf die Regel an, bei der ein Spieler in der Endspurtphase bei weniger als 2 Minuten Restbedenkzeit bei diesem Turnier einen Wechsel in den sog. Bronstein- oder Aufschubmodus beantragen konnte. Dabei erhielt er pro Zug 5 Sekunden frei, die also nicht von seiner Bedenkzeit abgezogen wurde. Für mich war es das erste Turnier mit diesem Modus, anscheinend für sehr viele Spieler auch. Nicht selten kam es vor, dass sich die (stärkeren) Gegner beschwerten, wenn der andere Spieler diesen Wechsel beantragte, einige fühlten sich regelrecht beleidigt. Wenn man sonst keine Sorgen hat…

Damit die Teilnehmer nicht permanent hinter den Vorhängen verschwanden, wurde dieses sinnvolle Schild aufgehängt…

 

 

 

Grenke Chess Open in Karlsruhe – Teil 1: die Stadt

Über Ostern fand in Karlsruhe die 2. Auflage der Fortführung des  Neckar-Opens aus Deizisau statt. Nachdem bereits im Vorjahr die Teilnehmerzahl drastisch gestiegen war, explodierte sie dieses Jahr förmlich auf 1202! Das war Weltrekord! Und 2 dieser vielen Teilnehmern kamen von unserem Verein: Thorsten und Dominik.

Im folgenden werde ich in einer mehrteiligen Serie diverse Aspekte dieses Mammutturniers beleuchten.

Los geht es mit der Stadt Karlsruhe:

Als ich mich zuvor im Hotel gemeldet hatte, wie teuer denn so das Parken sei, wurde ich gleich darauf hingewiesen, dass aufgrund der zahlreichen Baustellen das Parken im Parkhaus unbedingt erforderlich sei.

Wie das obige Bild aus unserem Hotelzimmer zeigt, war die Auskunft unbedingt glaubhaft. Noch ein Photo gefällig? Bitte schön:

Im Nachhinein scheint es verwunderlich, dass wir überhaupt irgendwie zum Hotel kamen. Martin Lehmann, ein langjähriger Vereinskamerad, der seit einigen Jahren in Karlsruhe arbeitet, meinte nur, dass Karlsruhe die Hauptstadt der Baustellen sei. Aktuell wird wohl für eine U-Bahn gebaut. Als leiderprobter Bielefelder fühlt man sich schlagartig in die 80er/90er jahre des vergangenen Jahrhunderts versetzt, aber sah das bei uns auch so chaotisch aus?

Dominik meinte jedenfalls, nachdem er von einigen Lauftouren zurückkam, dass es abseits der Baustellen wohl wirklich hübsche Ecken in Karlsruhe geben sollte – Mir fehlte leider die Zeit, um diese zu finden oder gar zu photographieren.