Heute führte uns unser Auswärtsmatch nach Brackwede. Dass das kein einfaches Spiel werden würde, war uns wohl klar.
Wer aber hätte gedacht, dass es in Brackwede so hart zur Sache geht, dass Mülltonnen auch noch angekettet werden müssen?
Die meisten von uns waren – historisch bedingt – mit den Lokalitäten wohlvertraut, doch heute ging es in einen Klassenraum …
indem es für einige von uns auch noch was zu lernen gab:
Andere kannten das womöglich auch schon alles.
Und hier der Grund, warum es nicht an altbewährter Stelle zur Sache ging. Ob es vorher besser war, ist eine eigene Frage, aber diese Farbzusammenstellung ist – freundlich formuliert – stark gewöhnungsbedürftig. Meine Vermutung war ja, dass genau die Farben benutzt wurden, die im Baumarkt am wenigsten gefragt sind – und deswegen im Sonderangebot waren.
Auch sehr hübsch (?) – Statt der Essensausgabe nun diese höchst stylische Sitzecke, wobei Lounge wohl der angemessenere Ausdruck wäre.
Nun aber endlich zum Schach: Brackwede hatte in punkto DWZ insgesamt leichte Vorteile, so dass ein spannendes Match ins Haus stand.
Bastian nahm an Brett 2 einfach mal die beiden offerierten Bauern weg. Die Kompensation wäre wohl nicht ausreichend gewesen, als ein Fehler die Partie zu Bastians Gunsten umgehend beendete.
Tim (Brett 8) kam ganz passabel aus der Eröffnung, kam dann aber in eine sehr unangenehme Fesselung, die Figur und Partie kostete.
Raphi (Brett 7) brachte uns dann in Führung. Er spielte nach dem gegnerischen Gambit nicht ideal weiter, gab den Bauern zurück und stand sogar etwas schlechter. Nach der Abwicklung ins Bauernendspiel stand er dann aber auf Gewinn und brachte den Punkt nach Hause.
Dann folgte die Remisserie:
Dominik spielte eine sehr ausgeglichene Partie, die (vielleicht etwas zu früh?) mit einem Remis am 3. Brett endete.
Ich riskierte an Brett 4 ein wenig was, die Stellung war auch etwas durcheinander und an einer Stelle hatte ich etwas Glück, dass Matthias eine Fortsetzung, die zu Vorteil für ihn geführt hätte, nicht fand. Nachdem sich der Rauch verzogen hatte, war die Stellung ausgeglichen.
Max spielte am Spitzenbrett mal wieder eine seine typischen Achterbahnpartien: Eröffnung unklar, dann leichte Vorteile, die Möglichkeit zu besseren Fortsetzungen ausgelassen, die Patie kippte und Max stand klar schlechter. Im Endspiel hatte er zwei Minusbauern, aber einen entfernten Freibauern. Da benötigte er aber noch etwas Glück, um den Punkt zu teilen. Ziwschenstand: 3,5-2,5 für uns.
Gabriel avancierte heute an Brett 6 zum Matchwinner. Im Mittelspiel übernahm er die Initiative, graste dann einige Bauern ab und konnte nach überstandener Zeitnot sich an die Verwertung des Vorteil machen, was ihm ohne große Probleme gelang.
Da machte es dann auch nichts mehr, dass Lukas an Brett 5 seine Partie, die fast über die gesamte Spielzeit ging, letztendlich verlor. Der Qualitätsverlust im Mittelsiel stellte sich trotz zähen Kampfes dann doch als entscheidend heraus, insgesamt aber dann doch 4,5-3,5 für uns. Sicherlich teilweise etwas glücklich, keine Frage. Nun haben wir 4-2 Punkte und empfangen beim nächsten Mal mit Geseke einen der beiden Co-Tabellenführer.
PS: Was fand sich nach Ankunft im PWK?
K&K -Kabel und Klementine (jaja, ich weiß, Clementine wird mit C geschrieben). Wer sich bei der Verpflegung unserer Spieler auskennt, kann sich schnell erschließen, wer da sein Kabel vergessen hatte. Das war aber nicht das Einzige, was heute unsere Leute liegenließen, im Spiellokal fanden sich noch Eröffnungsbuch und Wasserflasche. Aber wem das gehört, wird nicht verraten…